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Kriegerdenkmal 1866

Baujahr: 1867

Rok zániku: 1912

Anzahl der Ansichten: 4052 | Dieses Objekt existiert nicht mehr.

 
 

Das Kriegerdenkmal 1866

Das Denkmal für die gefallenen Soldaten des 73. Regiments der Egerer Infanterie auf dem Schlachtfeld bei Jicin im Jahre 1866 wurde am Rahmberg gleich nach dem Krieg errichtet. Nach der Enthüllung eines Denkmals  für alle Gefallenen im Krieg von  1866 im Juni 1912 im Stadtpark wurde dieses Denkmal abgebaut  und zum Schlachtfeld bei Lochow gebracht, wo es im Juli 1912 feierlich enthüllt wurde.

(bh)  

 

Weitere Textinformationen

 
 

EJ 1913

Das Kriegerdenkmal in Eger

Am 29. Juni 1912 wurde in Eger in dem Parke vor dem Obertor (bekanntlich ein aufgelassener Friedhof) ein neues Denkmal für die im Feldzuge des Jahres 1866 gefallenen Egerländer Soldaten feierlichst enthüllt.

Das Offizierskorps des Egerländer Hausregiments „Albrecht Herzog von Württemberg“ hatte zwar sofort nach beendetem Feldzuge seinen gefallenen Waffenbrüdern am Rahmberge in Eger ein würdiges Denkmal setzen lassen und damit eine Ehrenpflicht erfüllt. Aber auf dem Schlachtfelde selbst, wo fast jeder Truppenteil seinen dort ruhenden Kameraden ein Denkmal errichtet hat, fehlte bisher ein solches für die 73er. Es fanden sich deshalb schon vor längerer Zeit Männer aus allen Kreisen der Bevölkerung zusammen, um die Errichtung eines würdigen Denkmals für das 73. Regiment auf dem Schlachtfeld bei Lochow nächst Jitschin, wo das Regiment die Feuertaufe erhielt und den Verlust von 27 Offizieren und 540 Mann zu beklagen hatte, zu ermöglichen. Man kam endlich zu dem Beschlusse, das Denkmal in Eger auf das Schlachtfeld zu übertragen und dafür in Eger auf einem geeigneten Platze ein neues, in größeren Dimensionen und reicherer Ausführung geplantes Denkmal zu errichten...  

Das alte Kriegerdenkmal am Rahmberge wurde abgebrochen und mittels Eisenbahn nach Jitschin überführt. Von dort wurde es nach dem Gefechtsfelde bei Lochow gebracht und neben dem Denkmale des Infanterie-Regiments Nr. 42, zu dem es ein vollständiges Gegenstück bildet, aufgestellt. An der feierlichen Einweihung, die am 19. Juli 1912 erfolgte, nahm eine aus Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften bestehende Deputation des 73. und eine Abordnung des 42. Regiments teil. Die Garnison Jitschin stellte eine Ehrenkompagnie des 11. Landwehr-Infanterie-Regimentes mit Musik und sämtliche Offiziere waren erschienen. Die Einweihung des Denkmals nahm Herr Pfarrer Ostruzno vor. Nach der Niederlegung der Kränze ergriff das Wort der Regimentskommandant Oberst Brunswik v. Korompa, der die ruhmreichen Taten der Helden des Jahres 1866 an dieser Stelle pries. Nach der Uebernahme des Denkmals durch den Verein zur Erhaltung der Kriegerdenkmäler defilierte die Ehrenkompagnie, womit die Feier ihr Ende fand. Nachmittags begleitete ein Hauptmann die Abordnung der Unteroffiziere und Mannschaften des 73. Regimentes auf den Jitschiner Friedhof zu den Militärgräbern.

(EJ 1913,237-241)

 

Das Denkmal steht bis heute in Jičín.

 

Kontakte/Ansprechpersonen

Adresse: Nerudova

 

Bilder

Kriegerdenkmal am Rahmberg. J. Haberzettl 1900

Kriegerdenkmal am Rahmberg. J. Haberzettl 1900

 
 
Interaktive Enzyklopädie der Stadt Cheb

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