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Rudolf Serkin *28.3.1903 - †8.5.1991

 

Weltweit anerkannter Pianist.

Das Licht der Welt erblickte dieser ausgezeichnete Pianist am 28.3.1903 in der Familie des russischen Opernsängers Mardko Serkin in Eger. An sein Geburtshaus im oberen Bereich des Marktplatzes „Krále Jiřího z Poděbrad“  erinnert eine Gedenktafel, die anlässlich seines 100. Geburtsjubiläums angebracht wurde.

Serkins Vater verzichtete auf seine eigene Künstlerkarriere, um Rudolf und seinen sieben Geschwister Musikunterricht geben zu können. Er verdiente sein Geld als Geschäftsmann. Der kleine Rudolf war ein Schüler von Fräulein Clara Taussig, einer Egerer Klavierspiellehrerin. Als siebenjähriger Junge veranstaltete er sein erstes Konzert in Eger. Die Konzertbesucher waren von seiner ausgezeichneten Technik begeistert. 

Serkins Musiktalent machte sich bereits in seinem frühen Alter bemerkbar. Bereits mit fünf Jahren wurde er als Wunderkind bezeichnet. Das Prager Konservatorium, wo er studieren wollte, nahm den Jungen wegen seines jungen Alters nicht auf. Der erste wichtige Moment im Leben des kleinen Serkins war seine Begegnung mit Alfred Grünfeld, einem der berühmtesten Pianisten der damaligen Zeit, der den jungen dem Wiener Professor Richard Robert empfahl. Der damals neunjährige Serkin geht nach Wien, wo er ab dem Jahre 1912 bei Richard Robert das Klavierspiel und bei Josef Max und Arnold Schönberg die Komposition studiert. In Kürze zieht die ganze Serkin-Familie nach Wien. 

Als Pianist debütierte er am 1.2.1916 mit dem Symphonischen Orchester in Wien unter der Leitung von Oskar Nedbal. Kurz danach, am 23.2.1916 spielte er im kleinen Musiksaal des Musikvereins in Wien sein erstes Solokonzert. Darüber berichtete bewunderungsvoll die Wiener Zeitung Neue freie Presse und anfangs März desselben Jahres auch die Egerer Zeitung, die auch Passagen der Wiener Zeitung abdrückten.

Ein fataler Moment für Serkins Karriere war das Treffen mit dem berühmten Geigenspieler Adolf Busch, der sein unsagbares Talent erkannte und ihn unter seine Schutzflügel nahm. Im Jahre 1920 beginnt dann in Berlin seine eigene Konzertkarriere – er tritt als Buschs Klavierbegleitung auf. Beide Künstler bildeten bald ein Duo, das sich schnell Anerkennung auf internationalem Niveau erkämpfte. Seit dem Jahre 1927 lebte Serkin in der Schweiz, wo er später Dozent am Konservatorium in Basel wurde. Im Jahre 1935 heiratete er Buschs Tochter Irene.

Als Adolf Hitler zu Macht kam, durften die beiden Künstler wegen ihrer jüdischen Abstammung nicht in Deutschland auftreten. Deswegen richteten sie ihre Aufmerksamkeit auf Konzertauftritte in Amerika aus. Im Jahre 1933 debütierte Serkin auf dem Coolidge Festival in Washington. Die Türen der Konzertsäle in den USA öffnete ihm dann hauptsächlich sein Auftritt in New York, wo er unter der Leitung des berühmten Arturo Toscani  Mozarts letztes Klavierkonzert spielte. 

Im Jahre 1939 entschieden sich Serkins und Buschs zur Auswanderung in die USA. Im Jahre 1949 erhält Rudolf Serkin die amerikanische Staatsangehörigkeit. Zu diesem Zeitpunkt unterrichtet er bereits zehn Jahre am Curtis Institute in Philadelphia als Klavierspielprofessor. Hier war er bis 1976 tätig, in den Jahren 1968-1976 war er Leiter dieser Schule.

Im Jahre 1950 war er bei der Gründung der Marlboro Summer School in Brattleboro im Staat Vermont dabei, 1951 dann auch bei der Geburt der dortigen Festspiele, die er langfristig als künstlerischer Leiter begleitete.

Im Jahre 1960 wurde er Mitglied der Prestigeakademie American Academy of Arts and Sciences.

Im Jahre 1963 wurde er vom amerikanischen Präsidenten J.F. Kennedy mit der Präsidentenmedaille der Freiheit (Presidial Medal of Freedom) ausgezeichnet. Er wurde Ehrenmitglied der Philharmonie in New York (1972).

1981 gehörte er zu den sechs Mitgliedern der Ordenkapitels Pour la Mérite für Wissenschaft und Kunst in Deutschland.

1984 bekam der den Orden der Französischen Ehrenregion

1985 bekam er den Ehrenring der Wiener Philharmonie

1988 wird er vom Präsident Regan mit der Medaille für Kunst (Medal of Arts) ausgezeichnet.

Er war Ehrendoktor an vielen amerikanischen Universitäten. Er wurde in Deutschland und Italien vielmals ausgezeichnet. Anlässlich seines 80. Geburtstags im Jahre 1983 veranstaltete der bayerische Rundfunk eine Rudolf Serkin - Woche.   

Am 17. Mai 1988 konnte sich das Virtuosenspiel Rudolf Serkins im Rahmen des Festivals Prager Frühling mittels seines Klavierkonzerts auch Prag anhören. Rudolf Serkin wird als der berühmteste Interpret von Mozart, Beethoven, Brahms, Bach oder Schubert anerkannt.   

Dieser Egerer Gebürtiger, der seine Geburtsstadt wortwörtlich in der ganzen Welt berühmt machte und eine der führenden Persönlichkeiten der Kunst darstellte, verstarb im Jahre 1991 auf seiner Farm im Staat Vermont in den USA.                  

(in. Chmelíková, J.: Maestro Rudolf Serkin, Cheb, 2003; Chmelíková, J: Osudy Chebských Židů, Cheb 2000)

 

Fotografie

 

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