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Ernst von Plener *18.7.1841 - †29.4.1923

 

Der Österreich-Ungarische Politiker und Adlige Ernst von Plener wurde am 18. Juli 1841 in Eger (Cheb) in der Familie des späteren Finanz- und Handelsministers Ignaz von Plener, geboren. Beide Politiker sind Ehrenbürger der Stadt Eger (Cheb) und anderer Städte Böhmens, Österreichs und Deutschlands.

Ernst von Plener studierte Jura in Wien und Berlin, wo er den Sozialisten Ferdinand Lassalle kennenlernte. Nach dem Studium trat er im Jahre 1865 in den diplomatischen Korps von Österreich ein und wirkte als Gesandtschaftsrat an der österreichischen Botschaft in Paris und London.

Im Jahre 1873 entschied er sich, in die Politik zu gehen. Er wurde für die Handelskammer in Eger zum Abgeordneten im Reichsrat gewählt und trat in den Klub der Deutschen Liberalen Partei ein - wie ziemlich kritisch Ottos Lehrwörterbuch sagt: „Er wurde ihr hervorragendes Mitglied.“ - Kritisch ist das Lehrwörterbuch bezüglich des böhmischen Patriotismus, denn Plener war entschlossener Gegner der tschechischen Sprachverordnungen. Aus heutiger Sicht sind der österreichische Patriotismus und die Mühe um das möglichst beste ökonomische Funktionieren eines zentralistischen Staates zu spüren.

Als Liberalpolitiker stand er in Opposition zu den böhmischen und deutschen Nationalisten. Auf seine Initiative hin ließen die Bürger von Eger (Cheb) ein Denkmal zu Ehren Kaisers Joseph des Zweiten, den Befreier von Leibeigenen, Protestanten und Juden errichten und dieses im Jahre 1887 auf dem Stadtplatz enthüllen. (Das Schicksal dieses Denkmals nach dem Jahre 1918 ist allgemein bekannt.)

Ernst Plener war eine führende Persönlichkeit und Vorsitzender der deutschen Linken. Bezüglich  seiner politischen Karriere ist hervorzuheben, dass er 1893 – 1985  Finanzminister und politischer Regierungssprecher war. 1895 – 1918 wurde er Präsident des Österreich-Ungarischen Rechnungshofes. Als Abgeordneter wirkte er auch im Böhmischen Landtag.

Er verfasste einige Bücher über Ferdinand Lassalle, brachte ein Erinnerungsbuch und eine Sammlung seiner Reden der Jahre 1873 – 1911 heraus. Plener erlebte den Zerfall der Monarchie, und er prophezeite deswegen er ein Unglück für die Zukunft. Er starb am 29. April 1923 in Wien.

 
 

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Interaktive Enzyklopädie der Stadt Cheb

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